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Linken-Chef Ulrich erklärt Rücktritt

Der rheinland-pfälzische Vorsitzende der Linkspartei, Alexander Ulrich, hat seinen Rücktritt erklärt. Das teilte Ulrich mit, nachdem die Linkspartei die Kandidatenliste für die Landtagswahl im kommenden Jahr aufgestellt hatte.

Ulrich begründete seinen Schritt damit, dass er politisch und organisatorisch keine Grundlage mehr dafür sehe, bei der Landtagswahl erfolgreich zu sein. Die Listenaufstellung habe seine Kritik der letzten Wochen bestätigt. Ganze Regionen seien nicht berücksichtigt worden. Damit habe die Partei erneut einen "Schritt in Richtung politischer Unberechenbarkeit getan".

Kampabstimmung um Spitzenkandidatur

Bei der Aufstellung der Listenkandidaten hatte gestern Ulrichs Wahlbüro-Mitarbeiter Frank Eschrich in einer Kampfabstimmung gegen Robert Drumm aus Kusel verloren. Drumm tritt für die Linken nun als Spitzenkandidat bei der Landtagswahl im März 2011 an. Der 59-Jährige ist nach eigenen Angaben 2007 in die Partei eingetreten und gehört seit 2008 dem Landesvorstand an. Auf Platz zwei der Landesliste setzte sich die Birkenfelder Kreisvorsitzende Tanja Krauth im zweiten Wahlgang gegen Barbara Eckes aus Neuwied durch.

Gestern hatte sich Ulrich noch zuversichtlich gezeigt, dass der rheinland-pfälzische Landtag eine Linke-Fraktion bekommen werde. Die Frage sei nicht, ob, sondern mit wie vielen Abgeordneten die Linke in den Landtag einziehen werde. Hauptgegner im Wahlkampf sei "Schwarz-Gelb", allerdings sei eine SPD-Alleinregierung "auch nicht gut für dieses Land".

 

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